Pensionsdiskussion im Interesse der Jugend ohne Tabus und mit offenen Karten führen
Systematische Absicherung der Altersvorsorge jetzt erarbeiten und gemeinsam umsetzen – im Sinn der Jugend eine nachhaltige und generationengerechte Politik
LINZ, (LK) "Wir brauchen eine Pensionsdiskussion ohne Tabus und mit offenen Karten aller Beteiligten", betont Jugend-Landesrätin Mag.a Doris Hummer."
"Die aktuelle Situation ist geprägt durch ein Zusammentreffen mehrerer, sich gegenseitig verstärkender Aspekte:
- Die steigende Lebenserwartung erhöht den Finanzierungsbedarf des Pensionssystems
- Die Staatsverschuldung sowie die aktuelle Wirtschaftskrise reduzieren die finanzielle Handlungsfähigkeit
- Der wirtschaftliche Aufholprozess der asiatischen Völker erzeugt eine neue, bisher nicht gekannte, Intensität des Wettbewerbs und damit steigenden Druck auf unsere Wirtschaft", so die Jugend-Landesrätin weiter.
"Es ist daher hoch an der Zeit, eine Anpassung der Altersvorsorge systematisch anzugehen und dabei die Situation des Staatshaushaltes sowie der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit einer alternden Gesellschaft zu berücksichtigen", appelliert die Jugend-Landesrätin an alle Parteienvertreter und Sozialpartner. Und weiter: "Wir brauchen im Sinne der Jugend eine nachhaltige und generationengerechte Lösung."
"Eine nachhaltige Lösung liegt für mich in einem Mix aus Maßnahmen, die gleichzeitig die Finanzierungsbasis des Pensionssystems und unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht.
Ein solcher Maßnahmen Mix besteht für mich aus:
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Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch Heranführung des tatsächlichen Pensionsalters an das gesetzliche, Abschaffung der Hacklerregelung sowie durch einen früheren Eintritt junger Menschen in das Erwerbsleben bei gleichzeitigem Ausbau des Berufs begleitenden Lernens.
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Erhöhung des Anteils erwerbstätiger Frauen durch ein lückenloses Angebot von Kinderbetreuungseinrichtungen, auch während der Ferien.
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Steigerung der Geburtenrate als Hebel zur Wiederherstellung einer Balance der Generationen, die jede Gesellschaft für ihr Funktionieren braucht! Hierzu benötigen die jungen Menschen entsprechende Rahmenbedingungen, etwa in Form flächendeckender Kinderbetreuungseinrichtungen sowie durch flexible Karenzregelungen auf betrieblicher Ebene.
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Forcierung geregelter, am wirtschaftlichen Bedarf orientierter, Zuwanderung um zusätzlich junge Familien ins Land zu holen. Dabei sollen gezielt hochqualifizierte Fachkräfte angeworben werden, in Österreich zu leben und zu arbeiten. Zudem ist eine möglichst breite Mischung von Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen anzustreben - das bereichert unsere Gesellschaft, fördert Kreativität, Innovation und Weltoffenheit.
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Umverteilung des Lebenseinkommens: Junge Menschen sollen deutlich mehr verdienen, denn sie sind häufig die Innovatoren, die Ideen- und Leistungsträger in Betrieben. Außerdem brauchen junge Menschen in der Lebensphase der Hausstands- und Familiengründung das meiste Geld in ihrem Lebensverlauf. Dass sie gerade in diesem Alter noch zu wenig verdienen, führt nur zu einer unnötig hohen Verschuldung junger Familien. Was in dieser Lebensphase durch Mehreinkommen an Schulden und damit an Zinsen gespart werden kann, fließt dann direkt in Konsum und Investitionen und ist ein ebenso einfaches wie nachhaltiges Wachstumsprogramm für unsere Wirtschaft.
- Konsequente Budgetdisziplin und Sparpolitik durch Bereinigung von Mehrfachstrukturen. Hier muss der Staat mit gutem Vorbild vorangehen um Zustimmung bei den Menschen zu finden. Das Land OÖ hat dazu ein groß angelegtes Projekt der Verwaltungsvereinfachung gestartet."
Folgewirkungen abschätzen und berücksichtigen
"Wir müssen uns in der Politik generell angewöhnen, die Folgewirkungen unserer Maßnahmen – seien es Förderungen oder Rechtsnormen – langfristig abzuschätzen. Jedes staatliche Handeln soll neben seiner Rechtmäßigkeit auch dem Ziel der Nachhaltigkeit gerecht werden, denn die Frage lautet: Wie verbessern wir mit unseren heutigen Taten, die Zukunftsperspektiven und Chancen der jungen Menschen in unserem Land?" schließt Jugend-Landesrätin Mag.a Doris Hummer.
